braingame ·mindfuck ·poems

Pandämonium

Tue es!, flüstert es an meinem Ohr. Verführung in Vollendung, berührt die Sehnsucht pur. Lange Krallen streicheln mich, bedecken meine Zweifel. Umhüllen der Skepsis Angesicht, heben mich empor. Im blutroter Stunde Dämmerlicht, verspricht es mir die Wendung. Mein Kampf um der Seele Reise, vertraue ich der Stimme nicht. Pandämonium.

Lasse es!, kreischt es in meinem Kopf. Des Misstrauens durchdringend Stimme, kämpft es verborgen in mir drinnen. Ein düst’rer, fester Wehmutspfropf, betäubt er meine Sinne, im Gleichgewicht der Gesetzmäßigkeit, ist weiß und grau und Dunkelheit. Pandämonium.

Wäge ab!, flattert es in meinem Bauch. Argumente, Für und Wider, streiten Mut und Anstand auch. Singen leise Schicksalslieder. Scharfe Klauen, kalte Hände, uneins mit den Konsequenzen, kann es Anfang sein, und Ende, verhöhnen mich die Existenzen. Pandämonium.

Das ist nicht gut, ganz furchtbar schlecht, vertraue nicht, lass’ dich nicht blenden. So sind Menschen, ohne Mut, ihnen ist doch alles recht, du musst dich nicht verschwenden. Vertrauen ist Feind, dass weißt du doch, und wer ist da, in deinem Loch, und tröstet dich? Pandämonium.

So viele Stimmen, bloß in mir drin, plappern auf mich ein, scheinen ohne Plan, doch mit ganz viel Sinn. Schützen sie oder sind sie Untergang? Was soll ich tun, wohin mich wenden? Sie lassen mich nicht unbefangen, und niemals lassen sie es enden. Pandämonium.

Ich bin hier, und werde nie gehen, erschallt es tausendfach in mir. Die Dämonen, Fabeltier, die Wahrheit ist so schwer zu sehen. Jeder fußt auf meinem Leben, nehmen mir alles, wollen mir geben. Ich kann sie nicht besiegen, ewiger Sklave ihrer Macht, werden sie mich immer kriegen, an jedem Tag, in jeder Nacht. Pandämonium.

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