braingame ·poems

Liebeslied

Im Antlitz der Sonne erstrahlt dein Gesicht,
zaubert dir einen sanften Schein,
umhüllt dich wie ein Gewand,
aus goldenen Fäden ein göttliches Licht,
das klar und tief und rein,
allein meinem Herzen zugewandt.

Ein Lächeln von dir in dunkler Nacht,
erreicht meine Seele so tief,
füllt mich aus bis in mein Herz,
und wenn es mich umhüllt,
spüre ich, wie etwas erwacht,
das so lange in mir schlief,
das mir nimmt all den Schmerz,
und mit warmen Licht mich erfüllt.

Und die Erkenntnis flammt auf in mir,
die lange verborgen, tief in mir drin,
schlafend wartete ich auf den Tag,
an dem mein Geist geöffnet ist,
das ich ein Teil von dir bin,
mein Leben ohne einen Sinn,
kaum lebenswert zu nennen mag,
wenn du nicht bei mir bist.

Voller Erstaunen nun erkenne ich
der Wahrheit süßen, klaren Klang,
das mein Leben ohne dich,
erst mit dem einen Tag begann,
an dem wir uns begegnet sind,
und meine Seele öffnet sich,
nimmt dich vollends auf in mir,
lässt uns zwei vereinen,
und unruhig wie ein kleines Kind,
ganz ungläubig frage ich mich:
gab es ein Leben fort von dir?
Und kann es nur verneinen.

Nicht der erste Sonnenstrahl,
der sich zeigt am Horizont,
kann beschreiben das Gefühl,
das ich empfand beim ersten Mal,
so wunderschön er auch gekonnt,
in seiner ganzen Pracht so viel,
zur Schau gestellt im Morgenlicht,
denn nur ein Blick in dein Gesicht,
stellt ihn in den Schatten dar,
denn nichts war je so wunderbar,
wie dieser Blick, der auf mir war.

Und bist du getrennt und fort von mir,
quält mich die Sehnsucht bis aufs Blut,
unruhig, nicht mehr meiner Herr,
träume ich mich hin zu dir,
erwärme mich an dieser Glut,
die Trennung schmerzt mich allzusehr.

Und doch erfüllt die Liebe mich,
deckt mich mit dem Wissen zu,
dass warten werde ich auf dich,
und sei’s ein ganzes Leben,
niemals komme ich zur Ruh’,
nicht viel mehr kann ich dir geben,
als meine Seele und mein Herz,
so bitt’ ich dich im Sehnsuchtsschmerz,
mich zu erfüllen mit deinem Sein,
unsere Seelen zu verbinden,
eins zu sein bei Tag und Nacht,
und ist die Chance noch so klein,
lass sie nie verschwinden,
die Liebe, die uns stets bewacht.

Darum denke daran, was auch geschieht,
nichts kann mich jemals von dir trennen,
denn ich bin dein, ein Teil von dir,
und wenn du in den Himmel siehst,
musst du nur meinen Namen nennen,
und schon bin ich ganz nah bei dir,
drum sieh in den Himmel, dort auf das Licht,
die Wolken, sie formen mein: Ich liebe dich.

(Ein älteres Gedicht, das ich gefunden habe. Leider ohne Datum.)

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