braingame ·poems

Mein Atlantis

In meinen Träumen habe ich dich gesehen,
hab gespielt mit deinen Kindern,
hab gekostet von deinem Fleisch.
Ich hörte dich rufen, ein leises Flehen,
hab dich gesucht in all den Wintern,
dich erkoren zu meinem Himmelsreich.

Mein Atlantis.

Ich durchquerte all die Dunkelheiten,
fernab von jedem Sternenlicht,
fernab vom hellen Sonnenschein.
Ich fand dich zwischen den Gezeiten,
im Glanz, der sich an Wellen bricht,
irgendwo zwischen allem Sein.

Mein Atlantis.

Nun tauche ich tief, hinab zu dir,
fort von jeder Illusion,
fort von schwarzen Regenbögen.
Ich tauche, lass das Licht hinter mir,
schwimme mit dem Schmerz synchron,
lass treiben mich von Meeresströmen.

Mein Atlantis.

Die Stille um mich, Erleichterung.
Schwerelos, umhüllt vom Meer,
das Salz auf meinen Lippen.
Ich möchte lachen, Begeisterung.
Mich drehen, tanzen, kreuz und quer.
Im Schlage meines Herzens wippen.

Mein Atlantis.

Du bist alles, und doch nichts,
bist meine dunkle Fantasie,
bist mein verführter Sirenensang.
Du bist der Anker meines Seelenschiffs,
bist das Ende meiner Agonie,
bist der Dämon, den ich bezwang.

Mein Atlantis.

 

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