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Stille als Gut

In einer kalten, lauten Welt,
die Stille ist das höchste Gut.
Wo jeder sagt was nicht gefällt,
erfordert Schweigen sehr viel Mut.

Das Fernsehen sagt uns was wir denken,
der Nachbar hasst dich weil du bist.
Gewalt als Dogma, fremdes Lenken,
Soziales Medium das dich frisst.

Auf zwanzig Tote kommt ein Lachen,
ein liebes Wort erst nach der Pest.
Die Rose sucht den Platz zum Wachsen,
der Krieg als öffentliches Fest.

Fast jeder weiß wie es nicht geht,
doch wie es geht weiß selten wer.
Und wenn das Haus in Flammen steht,
dreht Videos das Schaulustmeer.

Die helfend’ Hand als Märchensang,
Nächstenliebe scheint veraltet.
Wir dämmern in den Untergang,
das Menschenherz sich stets erkaltet.

In der großen, kleinen Welt,
die Stille ist das höchste Gut.
Wo sich Waffe über Leben stellt,
erfordert Meinung sehr viel Mut.

Inspiriert von Wie das Leben klingt – Warum können wir nicht einfach still sein

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