braingame ·mindfuck ·poems

Edens Asche

Ich wandere durch Edens Asche.
Einst Paradies, heute bloßes Niemandsland.
Kannst du mich noch hören?
Was ist nur geschehen, wir waren doch Helden.
Eden ist gefallen, hielt dem Feuer nicht stand.

Wir liebten uns heftig, wir brannten im Glück.
Beinahe unsterblich, dem Himmel so nah.
Kannst du mich noch spüren?
Wir verloren uns im Feuer, jeden Tag ein Stück.
Bis außer Asche von uns nichts mehr übrig war.

In Edens Asche suche ich nach unseren Spuren.
Ich suche, was von uns noch übrig bleibt.
Kannst du mich noch sehen?
Erinnerungen im Schatten, geschlossene Türen.
Ein weinendes Herz, das unsere Geschichte schreibt.

Ich liebte dich mehr als all jene Leben.
Die im Sturm uns verwehten, zerrissen, entzweiten.
Ich will dass du das weißt.
Eden ist gefallen in all den großen Beben.
Und wir sind ertrunken im Sturm unserer Gezeiten.

Ich wandere über die Asche von Eden.
Einst das Paradies, heute nur noch Niemandsland.
Ich vergesse dich nie.
Meine Tränen vermischen sich mit schwarzem Regen.
Und ich suche vergeblich nach deiner liebenden Hand.

(Für ihn)

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